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Samstag, 30.07.2011

Wochen Presseschau


Bundesagentur für Arbeit vom 29. Juli 2011:

„Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Juli fortgesetzt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist einzig aus jahreszeitlichen Gründen leicht gestiegen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen weiter und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch.", sagt Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit (BA), heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Juli:
+46.000 auf 2.939.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:
-247.000
Arbeitslosenquote im Juli:
+0,1 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Mai nach der Hochrechnung der BA bei 28,37 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 706.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 415.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 289.000 zugenommen.
Eigene Anmerkung: sozialversicherungspflichtige Beschäftigung November 2010: 28,28 Millionen / Dezember 2010: 28,05 Millionen / Januar 2011: 27,86 Millionen / Februar 2011: 27,93 Millionen / März 2011: 28,09 Millionen


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 778.527
(April 2011: 831.356 / Mai 2011: 775.320 / Juni 2011: 738.177)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.643.776
(April 2011: 4.751.306 / Mai 2011:4.725.140 / Juni 2011: 4.676.674 )
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.752.540
(April 2011: 1.763.503 / Mai 2011:1.755.370 / Juni 2011: 1.745.102)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 345.000
(Seite 19 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.422.303 + 345.000
(April 2011: 5.582.662 + 340.000 / Mai 2011: 5.500.460 + 342.000 / Juni 2011: 5.414.851 + 354.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.174.843 +322.000 Kurzarbeiter + 345.000 Nichtleistungsempfänger = 7.841.843
(April 2011: 7.346.1665 + 151.000 Kurzarbeiter + 340.000 Nichtleistungsempfänger = 7.837.165 / Mai 2011: 7.255.830 + 122.000 Kurzarbeiter + 354.000 Nichtleistungsempfänger = 7.719.830 / Juni 2011: 7.159.953 + 279.000 Kurzarbeiter + 354.000 Nichtleistungsempfänger = 7.719.830 )
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von August 2010 bis Juli 2011 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 8,55 Mio Menschen arbeitslos, und 8,80 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 14 aktueller Monatsbericht)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB I. Quartal 2011: 1.054.800 (699.300 waren sofort zu besetzen)
Beginnend mit dem IV. Quartal 2010 werden im Rahmen der Erhebung nur noch die Stellenangebote am ersten Arbeitsmarkt erfasst
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000 / III. Quartal 2010: 824.000 IV. Quartal 2010: 996.200) (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 492.000
(März 2011: 442.000 / April 2011: 461.000 / Mai 2011: 470.000) / Mai 2011: 480.000)
(Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose, von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 11%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 19 Monatsbericht)

2.939.248 registrierte Arbeitslose und 1.186.381 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 345.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 470.629 Arbeitslose. (registrierte Nichtleistungsempfänger sind möglich, die BA macht darüber aber keine detaillierten Angaben)
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für März 2011: 2.750.000 Personen bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) (Seite 19 aktueller Monatsbericht)
537.000 nahmen an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teil / 606.000 Hilfebedürftige gingen einer ungeförderten Tätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden nach / 336.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige gingen zur Schule, studierten oder befanden sich in einer Ausbildung / 324.000 betreuten kleine Kinder oder pflegten Angehörige / 246.000 waren arbeitsunfähig gemeldet / 267.000 nahmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Von 1.253.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im Dezember (aktueller Zahlen liegen nicht detaillierter vor. Für März 2011 wurden 1.350.000 „Aufstocker“ gemeldet) waren 322.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 225.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 706.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt/ Mai 2010: 351.000 Vollzeit / 232.000 Teilzeit / 697.000 geringfügig beschäftigt / Juni 2010: 351.000 Vollzeit / 232.200 Teilzeit / 706.800 geringfügig beschäftigt / Juli 2010: 351.000 Vollzeit / 231.000 Teilzeit / 710.000 geringfügig beschäftigt / August 2010: 354.000 Vollzeit / 233.000 Teilzeit / 701.000 geringfügig beschäftigt / September 2010: 358.000 Vollzeit / 235.000 Teilzeit / 690.000 geringfügig beschäftigt / Oktober 2010: 355.000 Vollzeit / 231.000 Teilzeit / 694.000 geringfügig beschäftigt / November 2011: 337.000 Vollzeit / 220.000 Teilzeit / 705.000 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 2.000 im Vergleich zum Vormonat. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Juli belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.091.000 Personen, welche im Vergleich zum Vormonat um 118.000 Personen abgenommen hat. (April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000 / Dezember2010: 4.097.000 / Januar 2011: 4.320.000 / Februar 2011: 4.281.000 / März 2011: 4.163.000 / April 2011: 4.042.000 / Mai 2011: 4.178.000 / Juni 2011: 4.080.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Juli befanden sich 1.186.381 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,58 Millionen im April 2010 / 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010 / 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010 / 1,50 Millionen im Dezember 2010 / 1,30 Millionen im Januar 2011 / März 2011: 1.303.633 / April 2011: 1.336.065 / Mai 2011: 1.272.059 / Juni 2011: 1.262.470) eine Abnahme der geförderten Personen von 76.089. (Seite 6/52 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Monat März 2011 wurden 51% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 11% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Im Mai (aktuellere Daten liegen derzeit nicht vor) gingen neue Anzeigen für 28.000 Kurzarbeiter ein. (März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000 / November 2010: 94.000 / Dezember 2010: 157.000 / Januar 2011: 68.000 / Februar 2011: 39.000 / März 2011: 39.000 / April 2011:31.000 / Mai 2011: 28.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Mai 2011 an 97.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Im Juli erhielten insgesamt 322.000 Kurzarbeitergeld (162.000 konjunkturelles Kurzarbeitergeld, 96.000 Saisonkurzarbeitergeld und 21.000 Transferkurzarbeitergeld) Die Inanspruchnahme hatte im Mai 2009 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Im Juni lebten 4,64 Mio erwerbsfähige Hilfebedürftige gemeinsam mit 1,75 Mio nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3,44 Mio Bedarfsgemeinschaften. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Januar 2011:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 755.108
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 378.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 766.171
Gesamt: 7 Millionen 957.690

281.233 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform. Quelle: jeweilige Monatsberichte BA

Januar 2011 = 6 Millionen 191.519 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Januar 2011 (6 Jahre nach dem Start der Hartz VI Reformen) 31.230 erwerbsfähige Personen mehr im Leistungsbezug des ALG. Die Anzahl der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde allerdings durch die Wohngeldreform massiv begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger würde nach fast 6 Jahren Hartz IV die Anzahl der Betroffenen ALG II Empfängerhaushalte erheblich erhöhen. Es gibt aktuell mehr Betroffene, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Juli 2011 - Seite 52


Quelle: Stuttmann.de

Samstag, 02.07.2011

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 30. Juni 2011:

„Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Juni fortgesetzt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist zurückgegangen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigen weiter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.


Arbeitslosenzahl im Juni: -67.000 auf 2.893.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -255.000

Arbeitslosenquote im Juni: -0,1 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im April saisonbereinigt um 47.000 zugenommen (vorläufige Daten). Nicht saisonbereinigt hat sich die Erwerbstätigkeit von April auf Mai im Zuge der anhaltenden Frühjahrsbelebung um 163.000 auf 40,88 Millionen erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Erwerbstätigkeit um 488.000 gestiegen (Quelle: Stat. Bundesamt). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im April nach der Hochrechnung der BA bei 28,23 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 680.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 414.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 264.000 zugenommen.
Eigene Anmerkung: sozialversicherungspflichtige Beschäftigung November 2010: 28,28 Millionen / Dezember 2010: 28,05 Millionen / Januar 2011: 27,86 Millionen / Februar 2011: 27,93 Millionen / März 2011: 28,09 Millionen


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 738.177
(März 2011: 936.821 / April 2011: 831.356 / Mai 2011: 775.320)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.676.674
(März 2011: 4.753.686 / April 2011: 4.751.306 / Mai 2011:4.725.140)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.745.102
(März 2011: 1.765.866 / April 2011: 1.763.503 / Mai 2011:1.755.370)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 354.000
(Seite 19 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.414.851 + 354.000
(März 2011: 5.690.507 + 365.000 / April 2011: 5.582.662 + 340.000 / Mai 2011: 5.500.460 + 342.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.159.953 + 279.000 Kurzarbeiter + 354.000 Nichtleistungsempfänger = 7.719.830
(März 2011: 7.976.373 / April 2011: 7.346.1665 + 151.000 Kurzarbeiter + 340.000 Nichtleistungsempfänger = 7.837.165 / Mai 2011: 7.255.830 + 122.000 Kurzarbeiter + 354.000 Nichtleistungsempfänger = 7.719.830)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von Juli 2010 bis Juni 2011 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 8,66 Mio Menschen arbeitslos, und 8,92 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 14 aktueller Monatsbericht)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB I. Quartal 2011: 1.054.800 (699.300 waren sofort zu besetzen)
Beginnend mit dem IV. Quartal 2010 werden im Rahmen der Erhebung nur noch die Stellenangebote am ersten Arbeitsmarkt erfasst
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000 / III. Quartal 2010: 824.000 IV. Quartal 2010: 996.200) (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 480.000
(Februar 2011: 417.000 / März 2011: 442.000 / April 2011: 461.000 / Mai 2011: 470.000)
(Seite 9 aktueller Monatsbericht)

30% der Stellen auf der Jobbörse der BA sind dabei gar nicht existent.
Quelle: Viele Angebote existieren gar nicht
Laut Statistik bieten Zeitarbeitsfirmen jede Menge Stellen an. Doch viele davon existieren gar nicht


Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose, von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 11%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 20 Monatsbericht)

2.893.341 registrierte Arbeitslose und 1.262.470 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 354.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 509.811 Arbeitslose. (registrierte Nichtleistungsempfänger sind möglich, die BA macht darüber aber keine detaillierten Angaben)
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für Februar 2011: 2.739.000 Personen bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) (Seite 19 aktueller Monatsbericht)
537.000 nahmen an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teil / 606.000 Hilfebedürftige gingen einer ungeförderten Tätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden nach / 336.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige gingen zur Schule, studierten oder befanden sich in einer Ausbildung / 324.000 betreuten kleine Kinder oder pflegten Angehörige / 246.000 waren arbeitsunfähig gemeldet / 267.000 nahmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Von 1.262.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im November (aktueller Zahlen liegen nicht detaillierter vor. Für Februar 2011 wurden 1.330.000 „Aufstocker“ gemeldet) waren 337.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 220.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 705.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt/ Mai 2010: 351.000 Vollzeit / 232.000 Teilzeit / 697.000 geringfügig beschäftigt / Juni 2010: 351.000 Vollzeit / 232.200 Teilzeit / 706.800 geringfügig beschäftigt / Juli 2010: 351.000 Vollzeit / 231.000 Teilzeit / 710.000 geringfügig beschäftigt / August 2010: 354.000 Vollzeit / 233.000 Teilzeit / 701.000 geringfügig beschäftigt / September 2010: 358.000 Vollzeit / 235.000 Teilzeit / 690.000 geringfügig beschäftigt / Oktober 2010: 355.000 Vollzeit / 231.000 Teilzeit / 694.000 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 2.000 im Vergleich zum Vormonat. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Juni belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.080.000 Personen, welche im Vergleich zum Vormonat um 118.000 Personen abgenommen hat. (April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000 / Dezember2010: 4.097.000 / Januar 2011: 4.320.000 / Februar 2011: 4.281.000 / März 2011: 4.163.000 / April 2011: 4.042.000 / Mai 2011: 4.178.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Juni befanden sich 1.262.470 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,58 Millionen im April 2010 / 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010 / 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010 / 1,50 Millionen im Dezember 2010 / 1,30 Millionen im Januar 2011 / März 2011: 1.303.633 / April 2011: 1.336.065 / Mai 2011: 1.272.059) eine Abnahme der geförderten Personen von 9.589. (Seite 6/51 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Monat Februar 2011 wurden 52% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 11% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Im Mai gingen neue Anzeigen für 28.000 Kurzarbeiter ein. (März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000 / November 2010: 94.000 / Dezember 2010: 157.000 / Januar 2011: 68.000 / Februar 2011: 39.000 / März 2011: 39.000 / April 2011:31.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im April 2011 an 115.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Im Juni erhielten insgesamt 279.000 Kurzarbeitergeld (162.000 konjunkturelles Kurzarbeitergeld, 96.000 Saisonkurzarbeitergeld und 21.000 Transferkurzarbeitergeld) Die Inanspruchnahme hatte im Mai 2009 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Im Juni lebten 4,68 Mio erwerbsfähige Hilfebedürftige gemeinsam mit 1,75 Mio nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3,47 Mio Bedarfsgemeinschaften. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Januar 2011:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 755.108
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 378.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 766.171
Gesamt: 7 Millionen 957.690

281.233 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform. Quelle: jeweilige Monatsberichte BA

Januar 2011 = 6 Millionen 191.519 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Januar 2011 (6 Jahre nach dem Start der Hartz VI Reformen) 31.230 erwerbsfähige Personen mehr im Leistungsbezug des ALG. Die Anzahl der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde allerdings durch die Wohngeldreform massiv begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger würde nach fast 6 Jahren Hartz IV die Anzahl der Betroffenen ALG II Empfängerhaushalte erheblich erhöhen. Es gibt aktuell mehr Betroffene, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Juni 2011 - Seite 51


Quelle: Stuttmann.de

Samstag, 04.06.2011

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 31. Mai 2011:

„Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt. Die Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind gestiegen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt auf einem hohen Niveau, schwächt sich aber leicht ab.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Mai: -118.000 auf 2.960.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -276.000
Arbeitslosenquote im Mai: -0,3 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im März nach der Hochrechnung der BA bei 28,09 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 692.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 440.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 249.000 zugenommen.
Eigene Anmerkung: sozialversicherungspflichtige Beschäftigung November 2010: 28,28 Millionen / Dezember 2010: 28,05 Millionen / Januar 2011: 27,86 Millionen / Februar 2011: 27,93 Millionen


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 775.320
(Februar 2011: 1.072.747 / März 2011: 936.821 / April 2011: 831.356)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.725.140
(Februar 2011: 4.763.138 / März 2011: 4.753.686 / April 2011: 4.751.306)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.755.370
(Februar 2011: 1.769.467 / März 2011: 1.765.866 / April 2011: 1.763.503)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 342.000
(Seite 20 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.500.460 + 342.000
(Februar 2011: 5.835.885 + 367.000 / März 2011: 5.690.507 + 365.000 / April 2011: 5.582.662 + 340.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.255.830 + 122.000 Kurzarbeiter + 342.000 Nichtleistungsempfänger = 7.719.830
(Februar 2011: 7.605.352 + 150.000 Kurzarbeiter + 367.000 Nichtleistungsempfänger = 8.122.352 / März 2011: 7.976.373 / April 2011: 7.346.1665 + 151.000 Kurzarbeiter + 340.000 Nichtleistungsempfänger = 7.837.165)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von Juni 2010 bis Mai 2011 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 8,73 Mio Menschen arbeitslos, und 9,01 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 14 aktueller Monatsbericht)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB IV. Quartal 2010: 1.054.800 (lediglich 699.300 waren sofort zu besetzen)
Beginnend mit dem IV. Quartal 2010 werden im Rahmen der Erhebung nur noch die Stellenangebote am ersten Arbeitsmarkt erfasst
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000 / III. Quartal 2010: 824.000 IV. Quartal 2010: 996.200) (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 470.000
(Januar 2011: 375.000 / Februar 2011: 417.000 / März 2011: 442.000 / April 2011: 461.000)
(Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose, von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 11%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 20 Monatsbericht)

2.960.112 registrierte Arbeitslose und 1.272.059 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 342.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 574.171 Arbeitslose. (registrierte Nichtleistungsempfänger sind möglich, die BA macht darüber aber keine detaillierten Angaben)
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für Dezember 2010: 2.669.000 Personen bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) (Seite 20 aktueller Monatsbericht)
635.000 nahmen an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teil / 608.000 Hilfebedürftige gingen einer ungeförderten Tätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden nach / 328.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige gingen zur Schule, studierten oder befanden sich in einer Ausbildung / 330.000 betreuten kleine Kinder oder pflegten Angehörige / 254.000 waren arbeitsunfähig gemeldet / 273.000 nahmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Von 1.280.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im Oktober (aktueller Zahlen liegen nicht vor) waren 355.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 231.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 694.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt/ Mai 2010: 351.000 Vollzeit / 232.000 Teilzeit / 697.000 geringfügig beschäftigt / Juni 2010: 351.000 Vollzeit / 232.200 Teilzeit / 706.800 geringfügig beschäftigt / Juli 2010: 351.000 Vollzeit / 231.000 Teilzeit / 710.000 geringfügig beschäftigt / August 2010: 354.000 Vollzeit / 233.000 Teilzeit / 701.000 geringfügig beschäftigt / September 2010: 358.000Vollzeit / 235.000 Teilzeit / 690.000 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 2.000 im Vergleich zum Vormonat. (Seite 24 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Mai belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.179.000 Personen, welche im Vergleich zum Vormonat um 118.000 Personen abgenommen hat. (April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000 / Dezember2010: 4.097.000 / Januar 2011: 4.320.000 / Februar 2011: 4.281.000 / März 2011: 4.163.000 / April 2011: 4.042.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 17 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Mai befanden sich 1.272.059 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,58 Millionen im April 2010 / 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010 / 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010 / 1,50 Millionen im Dezember 2010 / 1,30 Millionen im Januar 2011 / März 2011: 1.303.633 / April 2011: 1.336.065) eine Abnahme der geförderten Personen von 64.006. (Seite 6/52 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Monat Dezember wurden 49% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 11% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 20 aktueller Monatsbericht)

Im April gingen neue Anzeigen für 31.000 Kurzarbeiter ein. (März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000 / November 2010: 94.000 / Dezember 2010: 157.000 / Januar 2011: 68.000 / Februar 2011: 39.000 / März 2011: 39.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im März 2011 an 122.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 2009 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Im Mai lebten 4,73 Mio erwerbsfähige Hilfebedürftige gemeinsam mit 1,76 Mio nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3,50 Mio Bedarfsgemeinschaften. (Seite 24 aktueller Monatsbericht)

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Januar 2011:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 755.108
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 378.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 766.171
Gesamt: 7 Millionen 957.690

281.233 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform. Quelle: jeweilige Monatsberichte BA

Januar 2011 = 6 Millionen 191.519 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Januar 2011 (6 Jahre nach dem Start der Hartz VI Reformen) 31.230 erwerbsfähige Personen mehr im Leistungsbezug des ALG. Die Anzahl der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde allerdings durch die Wohngeldreform massiv begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger würde nach fast 6 Jahren Hartz IV die Anzahl der Betroffenen ALG II Empfängerhaushalte erheblich erhöhen. Es gibt aktuell mehr Betroffene, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Mai 2011 - Seite 52


Quelle: Stuttmann.de

Samstag, 07.05.2011

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 28. April 2011:

"Mit dem konjunkturellen Aufschwung hat sich auch die stabile, positive Arbeitsmarktentwicklung fortgesetzt. Die Arbeitslosigkeit im April geht weiter zurück. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben saisonbereinigt kräftig zugenommen und auch die Arbeitskräftenachfrage ist erneut gestiegen.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im April: -132.000 auf 3.078.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -321.000
Arbeitslosenquote im April: -0,3 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Februar nach der Hochrechnung der BA bei 27,93 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 699.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 457.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 239.000 zugenommen.
Eigene Anmerkung: sozialversicherungspflichtige Beschäftigung November 2010: 28,28 Millionen / Dezember 2010: 28,05 Millionen / Januar 2011: 27,86 Millionen


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 831.356
(Januar 2011: 1.058.411 / Februar 2011: 1.072.747 / März 2011: 936.821)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.751.306
(Januar 2011: 4.755.108 / Februar 2011: 4.763.138 / März 2011: 4.753.686)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.763.503
(Januar 2011: 1.766.171 / Februar 2011: 1.769.467 / März 2011: 1.765.866)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 340.000
(Seite 19 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.582.662 + 340.000
(Januar 2011: 5.813.519 + 378.000 / Februar 2011: 5.835.885 + 367.000 / März 2011: 5.690.507 + 365.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.346.1665 + 151.000 Kurzarbeiter + 340.000 Nichtleistungsempfänger = 7.837.165
(Dezember 2010: 7.772.882 + 220.000 Kurzarbeiter + 391.000 Nichtleistungsempfänger / Januar 2011: 7.579.690 + 302.000 Kurzarbeiter + 378.000 Nichtleistungsempfänger = 8.259.690 / Februar 2011: 7.605.352 + 150.000 Kurzarbeiter + 367.000 Nichtleistungsempfänger = 8.122.352 / März 2011: 7.976.373)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von Mai 2010 bis April 2011 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 8,84 Mio Menschen arbeitslos, und 9,16 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 14 aktueller Monatsbericht)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB IV. Quartal 2010: 996.200
Beginnend mit dem IV. Quartal 2010 werden im Rahmen der Erhebung nur noch die Stellenangebote am ersten Arbeitsmarkt erfasst
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000 / III. Quartal 2010: 824.000) (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 461.000
(Januar 2011: 375.000 / Februar 2011: 417.000 / März 2011: 442.000)
(Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose, von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 11%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 19 Monatsbericht)

3.078.058 registrierte Arbeitslose und 1.336.065 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 340.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 754.123 Arbeitslose. (registrierte Nichtleistungsempfänger sind möglich, die BA macht darüber aber keine detaillierten Angaben)
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für Dezember 2010: 2.740.000 Personen bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) (Seite 20 aktueller Monatsbericht)
635.000 nahmen an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teil / 608.000 Hilfebedürftige gingen einer ungeförderten Tätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden nach / 328.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige gingen zur Schule, studierten oder befanden sich in einer Ausbildung / 330.000 betreuten kleine Kinder oder pflegten Angehörige / 254.000 waren arbeitsunfähig gemeldet / 273.000 nahmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch (Seite 22 aktueller Monatsbericht)


Von 1.283.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im September (aktueller Zahlen liegen nicht vor) waren 358.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 235.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 690.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt/ Mai 2010: 351.000 Vollzeit / 232.000 Teilzeit / 697.000 geringfügig beschäftigt / Juni 2010: 351.000 Vollzeit / 232.200 Teilzeit / 706.800 geringfügig beschäftigt / Juli 2010: 351.000 Vollzeit / 231.000 Teilzeit / 710.000 geringfügig beschäftigt / August 2010: 354.000 Vollzeit / 233.000 Teilzeit / 701.000 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 2.000 im Vergleich zum Vormonat. (Seite 24 aktueller Monatsbericht)

Im Monat April belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.042.000 Personen, welche im Vergleich zum Vormonat um 118.000 Personen abgenommen hat. (April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000 / Dezember2010: 4.097.000 / Januar 2011: 4.320.000 / Februar 2011: 4.281.000 / März 2011: 4.163.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat April befanden sich 1.336.065 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,58 Millionen im April 2010 / 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010 / 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010 / 1,50 Millionen im Dezember 2010 / 1,30 Millionen im Januar 2011 / März 2011: 1.303.633) eine Abnahme der geförderten Personen von 14.793. (Seite 6/51 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Monat Dezember wurden 49% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 11% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Im März gingen neue Anzeigen für 39.000 Kurzarbeiter ein. (März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000 / November 2010: 94.000 / Dezember 2010: 157.000 / Januar 2011: 68.000 / Februar 2011: 39.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Februar 2011 an 151.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 2009 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Im April lebten 4,75 Mio erwerbsfähige Hilfebedürftige gemeinsam mit 1,76 Mio nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3,51 Mio Bedarfsgemeinschaften. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Januar 2011:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 755.108
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 378.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 766.171
Gesamt: 7 Millionen 957.690

281.233 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform. Quelle: jeweilige Monatsberichte BA

Januar 2011 = 6 Millionen 191.519 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Januar 2011 (6 Jahre nach dem Start der Hartz VI Reformen) 31.230 erwerbsfähige Personen mehr im Leistungsbezug des ALG. Die Anzahl der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde allerdings durch die Wohngeldreform massiv begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger würde nach fast 6 Jahren Hartz IV die Anzahl der Betroffenen ALG II Empfängerhaushalte erheblich erhöhen. Es gibt aktuell mehr Betroffene, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im April 2011 - Seite 51


Quelle: Stuttmann.de

Sonntag, 03.04.2011

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 31. März 2011:

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich im Frühjahrsmonat März positiv. „Der wirtschaftliche Aufschwung lässt die Arbeitslosigkeit im März weiter zurückgehen. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit liegen weiter auf Wachstumskurs, und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im März: -102.000 auf 3.210.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -350.000

Arbeitslosenquote im März: -0,3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Januar nach der Hochrechnung der BA bei 27,86 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 608.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 378.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 224.000 zugenommen.
Eigene Anmerkung: sozialversicherungspflichtige Beschäftigung November 2010: 28,28 Millionen / Dezember 2010: 28,05 Millionen / Januar 2011: 27,86 Millionen


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 936.821
(Dezember 2010: 873.582 / Januar 2011: 1.058.411 / Februar 2011: 1.072.747)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.753.686
(Dezember 2010: 4.731.339 / Januar 2011: 4.755.108 / Februar 2011: 4.763.138)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.765.866
(Dezember 2010: 1.776.961 / Januar 2011: 1.766.171 / Februar 2011: 1.769.467)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 365.000
(Seite 20 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.690.507 + 365.000
(Dezember 2010: 5.604.921 + 391.000 / Januar 2011: 5.813.519 + 378.000 / Februar 2011: 5.835.885 + 367.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.456.373 + 155.000 Kurzarbeiter + 365.000 Nichtleistungsempfänger = 7.976.373
(Dezember 2010: 7.772.882 + 220.000 Kurzarbeiter + 391.000 Nichtleistungsempfänger / Januar 2011: 7.579.690 + 302.000 Kurzarbeiter + 378.000 Nichtleistungsempfänger = 8.259.690 / Februar 2011: 7.605.352 + 150.000 Kurzarbeiter + 367.000 Nichtleistungsempfänger = 8.122.352)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von April 2010 bis März 2011 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 8,98 Mio Menschen arbeitslos, und 9,33 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 15 aktueller Monatsbericht)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB IV. Quartal 2010: 996.200
Beginnend mit dem IV. Quartal 2010 werden im Rahmen der Erhebung nur noch die Stellenangebote am ersten Arbeitsmarkt erfasst
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000 / III. Quartal 2010: 824.000) (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 442.000
(Dezember 2010: 380.000 / Januar 2011: 375.000 / Februar 2011: 417.000)
(Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose, von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 6 Monatsbericht)

3.210.341 registrierte Arbeitslose und 1.303.633 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 365.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 878.974 Arbeitslose. (registrierte Nichtleistungsempfänger sind möglich, die BA macht darüber aber keine detaillierten Angaben)
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für November 2010: 2.886.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) (Seite 20 aktueller Monatsbericht)
687.000 nahmen an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teil / 612.000 Hilfebedürftige gingen einer ungeförderten Tätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden nach / 324.000 erwerbsfähige Hilfebedürftige gingen zur Schule, studierten oder befanden sich in einer Ausbildung / 330.000 betreuten kleine Kinder oder pflegten Angehörige / 243.000 waren arbeitsunfähig gemeldet / 277.000 nahmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Von 1.290.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im August (aktueller Zahlen liegen nicht vor) waren 354.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 233.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 701.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Februar 2010: 326.000 Vollzeit / 221.000 Teilzeit / 682.000 geringfügig beschäftigt/ März 2010: 334.000 Vollzeit / 225.000 Teilzeit / 684.000 geringfügig beschäftigt/ April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt/ Mai 2010: 351.000 Vollzeit / 232.000 Teilzeit/ 697.000 geringfügig beschäftigt / Juni 2010: 351.000 Vollzeit / 232.200 Teilzeit / 706.800 geringfügig beschäftigt / Juli 2010: 351.000 Vollzeit / 231.000 Teilzeit / 710.000 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 2.000 im Vergleich zum Vormonat. (Seite 24 aktueller Monatsbericht)

Im Monat März belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.163.000 Personen, welche im Vergleich zum Vormonat um 118.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000 / Dezember2010: 4.097.000 / Januar 2011: 4.320.000 / Februar 2011: 4.281.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 18 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Januar befanden sich 1.303.633 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember 2009/ 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010/ 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010 / 1,50 Millionen im Dezember 2010 / 1,30 Millionen im Januar 2011 / ) eine Abnahme der geförderten Personen von 14.793. (Seite 6/50 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Monat November wurden 47% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 20 aktueller Monatsbericht)

Im Februar gingen neue Anzeigen für 39.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000 / November 2010: 94.000 / Dezember 2010: 157.000 / Januar 2011: 68.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Januar 2011 an 155.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 2009 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 8/9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Im März lebten 4,75 Mio erwerbsfähige Hilfebedürftige gemeinsam mit 1,77 Mio nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3,51 Mio Bedarfsgemeinschaften. (Seite 24 aktueller Monatsbericht)

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Januar 2011:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 755.108
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 378.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 766.171
Gesamt: 7 Millionen 957.690

281.233 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform. Quelle: jeweilige Monatsberichte BA

Januar 2011 = 6 Millionen 191.519 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Januar 2011 (6 Jahre nach dem Start der Hartz VI Reformen) 31.230 erwerbsfähige Personen mehr im Leistungsbezug des ALG. Die Anzahl der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde allerdings durch die Wohngeldreform massiv begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger würde nach fast 6 Jahren Hartz IV die Anzahl der Betroffenen ALG II Empfängerhaushalte erheblich erhöhen. Es gibt aktuell mehr Betroffene, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im März 2011 - Seite 50


Quelle: Stuttmann.de

Samstag, 05.03.2011

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 1. März 2011:

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich auch im Februar weiter günstig. „Die Arbeitslosigkeit ist im Februar zurückgegangen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit liegen weiter auf Wachstumskurs, und die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Februar: -33.000 auf 3.317.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -326.000
Arbeitslosenquote im Februar: -0,1 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Dezember nach der Hochrechnung der BA bei 28,05 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 559.000. (eigene Anmerkung für November 2010: 28,28 Millionen) Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 334.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 218.000 zugenommen.


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.072.747
(November 2010:829.445 / Dezember 2010: 873.582 / Januar 2011: 1.058.411)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.763.138
(November 2010: 4.719.454 / Dezember 2010: 4.731.339 / Januar 2011: 4.755.108)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.769.467
(November 2010: 1.774.341 / Dezember 2010: 1.776.961 / Januar 2011: 1.766.171)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 367.000
(Seite 19 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.835.885 + 367.000
(November 2010: 5.548.899 + 378.000 / Dezember 2010: 5.604.921 + 391.000 / Januar 2011: 5.813.519 + 378.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.605.352 + 150.000 Kurzarbeiter + 367.000 Nichtleistungsempfänger = 8.122.352
(November 2010: 7.323.240 + 220.000 Kurzarbeiter + 378.000 / Dezember 2010: 7.772.882 + 220.000 Kurzarbeiter + 391.000 Nichtleistungsempfänger / Januar 2011: 7.579.690 + 302.000 Kurzarbeiter + 378.000 Nichtleistungsempfänger = 8.259.690)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von März 2010 bis Februar 2011 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 9,09 Mio Menschen arbeitslos, und 9,37 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 15 aktueller Monatsbericht)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB IV. Quartal 2010: 996.200
Beginnend mit dem IV. Quartal 2010 werden im Rahmen der Erhebung nur noch die Stellenangebote am ersten Arbeitsmarkt erfasst
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000 / III. Quartal 2010: 824.000) (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 417.000
(November 2010: 394.000 / Dezember 2010: 380.000 / Januar 2011: 375.000)
(Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose, von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 6 Monatsbericht)

3.317.099 registrierte Arbeitslose und 1.318.426 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 367.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 5 Millionen 002.525 Arbeitslose. (registrierte Nichtleistungsempfänger sind möglich, die BA macht darüber aber keine detaillierten Angaben)
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für Oktober 2010: 2.916.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Von 1.292.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im Juli (aktueller Zahlen liegen nicht vor) waren 351.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 231.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 710.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Februar 2010: 326.000 Vollzeit / 221.000 Teilzeit / 682.000 geringfügig beschäftigt/ März 2010: 334.000 Vollzeit / 225.000 Teilzeit / 684.000 geringfügig beschäftigt/ April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt/ Mai 2010: 351.000 Vollzeit / 232.000 Teilzeit/ 697.000 geringfügig beschäftigt / Juni 2010: 351.000 Vollzeit / 232.200 Teilzeit / 706.800 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 2.000 im Vergleich zum Vormonat. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Februar belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.287.000 Personen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 529.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000 / Dezember2010: 4.097.000 / Januar 2011: 4.320.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 17 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Januar befanden sich 1.318.426 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember 2009/ 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010/ 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010 / 1,50 Millionen im Dezember 2010 / 1,30 Millionen im Januar 2011) eine Abnahme der geförderten Personen von 2.861. (Seite 6/47 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Monat Oktober wurden 47% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Im Januar gingen neue Anzeigen für 68.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000 / November 2010: 94.000 / Dezember 2010: 157.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Januar 2010 an 302.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 2009 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Im Februar lebten 4,76 Mio erwerbsfähige Hilfebedürftige gemeinsam mit 1,77 Mio nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3,51 Mio Bedarfsgemeinschaften. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Januar 2011:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 755.108
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 378.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 766.171
Gesamt: 7 Millionen 957.690

281.233 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform. Quelle: jeweilige Monatsberichte BA

Januar 2011 = 6 Millionen 191.519 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Januar 2011 (6 Jahre nach dem Start der Hartz VI Reformen) 31.230 erwerbsfähige Personen mehr im Leistungsbezug des ALG. Die Anzahl der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde allerdings durch die Wohngeldreform massiv begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger würde nach fast 6 Jahren Hartz IV die Anzahl der Betroffenen ALG II Empfängerhaushalte erheblich erhöhen. Es gibt aktuell mehr Betroffene, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Februar2011 - Seite 47


Quelle: Stuttmann.de

Samstag, 05.02.2011

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 01. Februar 2011:

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat sich fortgesetzt. „Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Winterpause zwar gestiegen, saisonbereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu, und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Januar: +331.000 auf 3.347.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -270.000
Arbeitslosenquote im Januar: +0,7 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im November nach der Hochrechnung der BA bei 28,28 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 550.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 321.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 222.000 zugenommen.


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
(Oktober 2010: 825.870 / November 2010:829.445 / Dezember 2010: 873.582)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.755.108
(Oktober 2010: 4.766.592 / November 2010: 4.719.454 / Dezember 2010: 4.731.339)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.766.171
(Oktober 2010: 1.783.484 / November 2010: 1.774.341 / Dezember 2010: 1.776.961)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 378.000
(Seite 19 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.813.519 + 378.000
(Oktober 2010: 5.592.462 + 379.000 / November 2010: 5.548.899 + 378.000 / Dezember 2010: 5.604.921 + 391.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.579.690 + 302.000 Kurzarbeiter + 378.000 Nichtleistungsempfänger = 8.259.690
(Oktober 2010: 7.375.946 + 173.000 Kurzarbeiter + 379.000 Nichtleistungsempfänger / November 2010: 7.323.240 + 220.000 Kurzarbeiter + 378.000 / Dezember 2010: 7.772.882 + 220.000 Kurzarbeiter + 391.000 Nichtleistungsempfänger)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von Februar bis Januar 2011 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 9,16 Mio Menschen arbeitslos, und 9,38 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab. (Januar - Dezember 2010: 9,19 Millionen Menschen)
(Seite 14 aktueller Monatsbericht)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.


Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB III. Quartal 2010: 824.000
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000) (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Bestand alle Stellen bei der BA bis Juni 2010: 536.000
(März 2010: 503.000 / April 2010: 517.000 / Mai 2010: 523.000 / Juni: 2010: 334.000)
(Seite 11 Monatsbericht)
Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 375.000
(Oktober 2010: 401.000 / November 2010: 394.000 / Dezember 2010: 380.000)
(Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose , von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 6 Monatsbericht)

3.347.000 registrierte Arbeitslose und 1.3 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 378.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 5 Millionen 25.000Arbeitslose. (registrierte Nichtleistungsempfänger sind möglich, die BA macht darüber aber keine detaillierten Angaben)
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für September 2010: 2.927.000 Personen oder 52 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch) (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Von 1.290.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im Juni (aktueller Zahlen liegen nicht vor) waren 351.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 232.200 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 706.800 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Februar 2010: 326.000 Vollzeit / 221.000 Teilzeit / 682.000 geringfügig beschäftigt/ März 2010: 334.000 Vollzeit / 225.000 Teilzeit / 684.000 geringfügig beschäftigt/ April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt/ Mai 2010: 351.000 Vollzeit / 232.000 Teilzeit/ 697.000 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 10.000 im Vergleich zum Vormonat. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Welt vom 28.04.2009 - Krise kostet pro Monat 50.000 Jobs in Deutschland: In der Wirtschaftskrise gehen jeden Monat in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze verloren. Täglich entspricht das etwa 1600 Arbeitsplätzen. Dies hat die Bundesregierung anlässlich ihres Frühjahrsgutachtens 2009 errechnet, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte.

Im Monat Januar belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.320.000 Personen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 70.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000 / Dezember2010: 4.097.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Januar befanden sich 1.321.287 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember 2009/ 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010/ 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010 / 1,50 Millionen im Dezember 2010) eine Abnahme der geförderten Personen. (Seite 6/50 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Arbeitslosigkeit über 58 Jahre:
Seit dem 01.01.2008 gilt der § 53a, Abs.2, SGB II (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__53a.html) nach dem Langzeitarbeitslose im Alter von über 58 Jahren aus der Arbeitslosenstatistik fallen, wenn ihnen nicht innerhalb eines Jahres ein konkretes Jobangebot gemacht wird. Sie gelten danach nicht mehr als Arbeitslos.
Diese Gruppe betraf im Januar 89.172 Personen. 505 befanden sich in einer Eignungsfeststellung- und Trainingsmaßnahme. 166.779 befanden sich in einer Aktivierungs- und beruflichen Eingliederungsmaßnahme nach § 46 SGB (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__46.html) Insgesamt sind 253.456 Personen in dieser Gruppe berücksichtigt. (Seite 66 aktueller Bericht)


Im Monat September wurden 48% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Im Dezember gingen neue Anzeigen für 157.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000 / November 2010: 94.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Januar 2010 an 302.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 2009 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Im Januar lebten 4,76 Mio erwerbsfähige Hilfebedürftige gemeinsam mit 1,77 Mio nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in 3,51 Mio Bedarfsgemeinschaften. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Januar 2011:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.058.411
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 755.108
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 378.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 766.171
Gesamt: 7 Millionen 957.690

281.233 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform.
Quelle: jeweilige Monatsberichte BA


Januar 2011 = 6 Millionen 191.519 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Januar 2011 (6 Jahre nach dem Start der Hartz VI Reformen) 31.230 erwerbsfähige Personen mehr im Leistungsbezug des ALG. Die Anzahl der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde allerdings durch die Wohngeldreform massiv begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger würde nach fast 6 Jahren Hartz IV die Anzahl der Betroffenen ALG II Empfängerhaushalte erheblich erhöhen. Es gibt aktuell mehr Betroffene, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Januar 2011 - Seite 50


Quelle: Stuttmann.de

Donnerstag, 06.01.2011

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 04. Januar 2011:

Der deutsche Arbeitsmarkt hat 2010 von der starken wirtschaftlichen Erholung profitiert.
„Gegenüber dem Krisenjahr 2009 ist die Arbeitslosigkeit gesunken, und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit sind kräftig gestiegen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.


Arbeitslosenzahl im Dezember: +85.000 auf 3.016.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -260.000
Arbeitslosenquote im Dezember: +0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Oktober nach der Hochrechnung der BA bei 28,28 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs um 498.000 (sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung +283.000; sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung + 208.000).

Im Jahr 2010 hat die BA nach vorläufigen Ergebnissen 37,02 Milliarden Euro eingenommen und 45,21 Milliarden Euro ausgegeben. Zum Ausgleich des Defizits in Höhe von 8,19 Milliarden Euro wurden die Rücklagen der BA (2,94 Milliarden Euro) aufgelöst, der Rest (5,25 Milliarden Euro) wird durch einen einmaligen Zuschuss des Bundes ausgeglichen.

Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 873.582
(September 2010: 865.663 / Oktober 2010: 825.870 / November 2010:829.445)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.731.339
(September 2010: 4.832.440 / Oktober 2010: 4.766.592 / November 2010: 4.719.454)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.776.961
(September 2010: 1.799.582 / Oktober 2010: 1.783.484 / November 2010: 1.774.341)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 391.000 (betrifft Monat August)
(Seite 35 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.604.921 + 391.000
(September 2010: 5.698.103 + 375.000 / Oktober 2010: 5.592.462 + 379.000 / November 2010: 5.548.899 + 378.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.772.882 + 220.000 Kurzarbeiter + 391.000 Nichtleistungsempfänger
(September 2010: 7.497.685 + 288.000 Kurzarbeiter + 375.000 Nichtleistungsempfänger ( Oktober 2010: 7.375.946 + 173.000 Kurzarbeiter + 379.000 Nichtleistungsempfänger / November 2010: 7.323.240 + 220.000 Kurzarbeiter + 378.000)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von Januar bis Dezember 2010 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 9,19 Mio Menschen arbeitslos, und 9,40 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 17 Monatsbericht Dezember 2010)

BA gesteht 6 Millionen 180.000 Arbeitslose/Suchende ein, von denen 5 Millionen 356.000 keine freie (geeignete) Stelle zur Verfügung steht.
Reuters vom 11.11.2010 Arbeitsagentur: Fachkräftemangel wird immer greifbarer
Der Fachkräftemangel in Deutschland wird nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit immer greifbarer. Einen Anhaltspunkt gebe auch das Verhältnis von gemeldeten Arbeitslosen und gemeldeten Stellen. Bundesweit gab es der Sprecherin zufolge im Juli rechnerisch 7,5 Arbeitslose für eine gemeldete offene Stelle.


Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB III. Quartal 2010: 824.000
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000) (Seite 28 aktueller Monatsbericht)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Bestand alle Stellen bei der BA bis Juni 2010: 536.000
(März 2010: 503.000 / April 2010: 517.000 / Mai 2010: 523.000 / Juni: 2010: 334.000)
(Seite 11 Monatsbericht)
Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA ab Juli 2010: 380.000
(September 2010: 398.000 / Oktober 2010: 401.000 / November 2010: 394.000)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose , von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (Seite 7 Monatsbericht)

3.016.000 registrierte Arbeitslose und 1.5 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 391.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 907.000Arbeitslose.
Schaut man sich die Anzahl der Leistungsempfänger etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für August 2010: 2.789.000 Personen oder 49 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch)

Von 1.280.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im Mai (aktueller Zahlen liegen nicht vor) waren 351.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 232.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 697.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Februar 2010: 326.000 Vollzeit / 221.000 Teilzeit / 682.000 geringfügig beschäftigt/ März 2010: 334.000 Vollzeit / 225.000 Teilzeit / 684.000 geringfügig beschäftigt/ April: 344.000 Vollzeit / 227.000 Teilzeit / 692.000 geringfügig beschäftigt) Das ergibt eine Zunahme von 20.000 im Vergleich zum Vormonat, 38.000 im Vergleich zum Monat Oktober. (Seite 39 aktueller Monatsbericht)

Welt vom 28.04.2009 - Krise kostet pro Monat 50.000 Jobs in Deutschland: In der Wirtschaftskrise gehen jeden Monat in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze verloren. Täglich entspricht das etwa 1600 Arbeitsplätzen. Dies hat die Bundesregierung anlässlich ihres Frühjahrsgutachtens 2009 errechnet, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte.

Im Monat Dezember belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.097.000 Personen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 70.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000 / November 2010: 4.058.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 18 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Dezember befanden sich 1.5 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember 2009/ 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010/ 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010 / 1,50 im November 2010:) eine Beibehaltung der geförderten Personen. (Seite 8/74 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Monat August wurden 49% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 35 aktueller Monatsbericht)

Im November gingen neue Anzeigen für 94.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000 / Oktober 2010: 45.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Oktober 2010 an 220.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 209 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 11 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

Start der Hartz IV Reformen im Januar 2005:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 2 Millionen 71.334
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 88.955
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 516.168 Sozialgeldempfänger
Gesamt: 7 Millionen 676.457

Dezember 2010:
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 873.582
erwerbsfähige Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4 Millionen 731.339
erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger: 391.000
Sozialgeldempfänger: 1 Millionen 774.341
Gesamt: 7 Millionen 770.262

93.805 Leistungsempfänger/Betroffene mehr als zu Beginn der Reform.
Quelle: jeweilige Monatsberichte BA


Dezember 2010 = 5.995.921 erwerbsfähige Personen (inklusive erwerbsfähige Nichtleistungsempfänger) im Leistungsbezug
Januar 2005 = 6 Millionen 160.289 erwerbsfähige Personen im Leistungsbezug

Somit gab es im Dezember 2010 164.368 erwerbsfähige Personen weniger im Leistungsbezug des ALG. Die angebliche "Absenkung" der ALG II Leistungsbezieher und der vermeintliche Erfolg nach 6 Jahren Hartz IV Reform wurde alledings durch die Wohngeldreform begünstigt. Viele ALG II Empfängerhaushalte/Aufstockerhaushalte haben Wohngeld beantragt und sind somit aus dem ALG II Bezug gefallen:
Am Jahresende 2009 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Deutschland rund 860.000 Haushalte Wohngeld. (Anzahl 2008: 569.000) Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Empfängerhaushalte um fast die Hälfte (+ 47,2%). Der Anstieg ist zum Teil damit begründet, dass sich mit der von Bundestag und Bundesrat zum 1. Januar 2009 beschlossenen Wohngeldreform Leistungsverbesserungen für die Wohngeldbezieher ergeben haben.

Die Anzahl und Steigerungsrate der Wohngeldempfänger gleicht die Absenkung der erwerbsfähigen ALG Empfänger nach fast 6 Jahren Hartz IV nicht nur aus, es gibt demnach mehr Betroffenen, welche von staatlichen Leistungen abhängig sind, als zum Start der Hartz IV Reform.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Dezember 2010 - Seite 74


Quelle: Stuttmann.de

Montag, 06.12.2010

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 30. November 2010:

Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland hat sich fortgesetzt, wenn sich auch das Tempo im dritten Quartal abgeschwächt hat. Die Erholung des Arbeitsmarktes wird von dieser wirtschaftlichen Entwicklung getragen. „Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im November: -14.000 auf 2.931.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -284.000

Arbeitslosenquote im November: unverändert bei 7,0 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im September nach der Hochrechnung der BA bei 28,28 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs um 484.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 276.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 204.000 zugenommen.

Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 829.445
(August 2010: 933.400 / September 2010: 865.663 / Oktober 2010: 825.870)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.719.454
(August 2010: 4.892.162 / September 2010: 4.832.440 / Oktober 2010: 4.766.592)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.774.341
(August 2010: 1.812.932 / September 2010: 1.799.582 / Oktober 2010: 1.783.484)
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 378.000
(Seite 19 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + arbeitslose Nichtleistungsempfänger: 5.548.899 + 378.000
(August: 5.825.562 + 411.000 / September 2010: 5.698.103 + 375.000 / Oktober 2010: 5.592.462 + 379.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.323.240 + 220.000 Kurzarbeiter + 378.000 Nichtleistungsempfänger
(August 2010: 7.638.494 + 406.000 Kurzarbeiter + 411.000 Nichtleistungsempfänger / September 2010: 7.497.685 + 288.000 Kurzarbeiter + 375.000 Nichtleistungsempfänger ( Oktober 2010: 7.375.946 + 173.000 Kurzarbeiter + 379.000 Nichtleistungsempfänger)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von Dezember 2009 bis November 2010 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 9,19 Mio Menschen arbeitslos, und 9,42 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 15 Monatsbericht November 2010)

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB III. Quartal 2010: 824.000
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000 / II: Quartal 2010: 805.000)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Bestand alle Stellen bei der BA bis Juni 2010: 536.000
(März 2010: 503.000 / April 2010: 517.000 / Mai 2010: 523.000 / Juni: 2010: 334.000)
(Seite 11 Monatsbericht)
Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA ab Juli 2010: 394.000
(August 2010:396.000 / September 2010: 398.000 / Oktober 2010: 401.000)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose , von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (378.000 / Seite 19 Monatsbericht)

2.931.170 registrierte Arbeitslose und 1.506.176 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 378.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 815.346 Arbeitslose.
Schaut man sich Seite 18 etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für Juli 2010: 2.963.000 Personen oder 51 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch)

Von 1.260.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen im April (aktueller Zahlen liegen nicht vor) waren 344.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 227.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 692.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Februar 2010: 326.000 Vollzeit / 221.000 Teilzeit / 682.000 geringfügig beschäftigt/ März 2010: 334.000 Vollzeit / 225.000 Teilzeit / 684.000 geringfügig beschäftigt/) Das ergibt eine Zunahme von 18.000 im Vergleich zum Vormonat, 31.000 im Vergleich zum Monat September. (Seite 23 aktueller Monatsbericht)

Welt vom 28.04.2009 - Krise kostet pro Monat 50.000 Jobs in Deutschland: In der Wirtschaftskrise gehen jeden Monat in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze verloren. Täglich entspricht das etwa 1600 Arbeitsplätzen. Dies hat die Bundesregierung anlässlich ihres Frühjahrsgutachtens 2009 errechnet, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte.

Im Monat November belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.058.000 Personen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 70.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000 / Oktober 2010: 4.060.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat November befanden sich 1.506.176 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember 2009/ 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010/ 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010 / 1,48 Millionen im Oktober 2010) eine Zunahme von 20.000. (Seite 6/50 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im November 2010 befanden sich 324.100 Personen in einer Arbeitsgelegenheit nach § 16d SGB II auch Ein-Euro-Jobs genannt. (März 2010: 288.700 / April 2010: 294.800 / Mai 2010: 305.200 / Juni 2010: 315.100 / Juli 2010: 317.600 / August 2010: 319.000 / September 2010: 324.000 / Oktober 2010: 329.500) (Seite 32 aktueller Monatsbericht)

Seit dem 01.01.2008 gilt der § 53a, Abs.2, SGB II (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__53a.html) nach dem Langzeitarbeitslose im Alter von über 58 Jahren aus der Arbeitslosenstatistik fallen, wenn ihnen nicht innerhalb eines Jahres ein konkretes Jobangebot gemacht wird. Sie gelten danach nicht mehr als Arbeitslos.
Diese Gruppe betraf im November 89.911 Personen. 45 befanden sich in einer Eignungsfeststellung- und Trainingsmaßnahme. 192.720 befanden sich in einer Aktivierungs- und beruflichen Eingliederungsmaßnahme nach § 46 SGB (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__46.html) Insgesamt sind 282.676 Personen in dieser Gruppe berücksichtigt. (Oktober2010: 271.677) (Seite 66 aktueller Bericht)

Im Monat Juli wurden 49% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Im Oktober gingen neue Anzeigen für 45.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000 / September 2010: 31.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im September 2010 an 220.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 209 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im November 2010 - Seite 50


Quelle: Stuttmann.de

Montag, 01.11.2010

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 28. Oktober 2010:

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland hat sich fortgesetzt. Der Arbeitsmarkt profitiert von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober auf 2,945 Millionen gesunken. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahmen saisonbereinigt erneut deutlich zu. Die Kurzarbeit verliert indes weiter an Bedeutung. „Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur Die Arbeitslosigkeit sinkt, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Erwerbstätigkeit wachsen weiter kräftig und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im Oktober: -86.000 auf 2.945.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -283.000

Arbeitslosenquote im Oktober: -0,2 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im August nach der Hochrechnung der BA bei 27,98 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs um 436.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 243.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 190.000 zugenommen.


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 825.870
(Juli 2010: 945.692 / August 2010: 933.400 / September 2010: 865.663)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.766.592
(Juli 2010: 4.962.218 / August 2010: 4.892.162 / September 2010: 4.832.440)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.783.484
(Juli 2010: 1.831.613 / August 2010: 1.812.932 / September 2010: 1.799.582)
Nichtleistungsempfänger: 379.000
(Seite 18 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + Nichtleistungsempfänger: 5.592.462 + 379.000
(Juli 2010: 5.907.910 + 385.000 / August: 5.825.562 + 411.000 / September 2010: 5.698.103 + 375.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.375.946 + 173.000 Kurzarbeiter + 379.000 Nichtleistungsempfänger
(Juli 2010: 7.739.523 + 830.000 Kurzarbeiter + 385.000 Nichtleistungsempfänger / August 2010: 7.638.494 + 406.000 Kurzarbeiter + 411.000 Nichtleistungsempfänger / September 2010: 7.497.685 + 288.000 Kurzarbeiter + 375.000 Nichtleistungsempfänger)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von November 2009 bis Oktober 2010 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 9,19 Mio Menschen arbeitslos, und 9,41 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab.
(Seite 14 Monatsbericht September 2010)

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB II. Quartal 2010: 805.000
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Bestand alle Stellen bei der BA bis Juni 2010: 536.000
(März 2010: 503.000 / April 2010: 517.000 / Mai 2010: 523.000 / Juni: 2010: 334.000)
(Seite 11 Monatsbericht)
Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA ab Juli 2010: 401.000
(Juli 2010: 391.000 / August 2010:396.000 / September 2010: 398.000)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose , von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (379.000 / Seite 18 Monatsbericht)

2.945.000 registrierte Arbeitslose und 1.48 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 379.000 arbeitslose Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im großen Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 4 Millionen 804.000 Arbeitslose. Die Teilnehmer an neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung erhöht den arbeitslosen Personenkreis um weitere 200.000. In der Summe sind so 5 Millionen 4.000 arbeitslos.
Schaut man sich Seite 18 etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für Juni 2010: 3.005.000 Personen oder 52 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch)

Von 1.242.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen waren 334.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 225.000 Personen gingen einer sozialversiche-rungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 684.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Februar 2010: 326.000 Vollzeit / 221.000 Teilzeit / 682.000 geringfügig beschäftigt/ Seite 22 Monatsbericht) Das ergibt eine Zunahme von 13.000 im Vergleich zum Vormonat.

Welt vom 28.04.2009 - Krise kostet pro Monat 50.000 Jobs in Deutschland: In der Wirtschaftskrise gehen jeden Monat in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze verloren. Täglich entspricht das etwa 1600 Arbeitsplätzen. Dies hat die Bundesregierung anlässlich ihres Frühjahrsgutachtens 2009 errechnet, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte.

Im Monat Oktober belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.060.000 Personen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 70.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000 / September 2010: 4.131.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Oktober befanden sich 1,48 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember 2009/ 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli 2010/ 1,38 Millionen im August 2010/ 1,43 Millionen im September 2010) eine Zunahme von 50.000. (Seite 6 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im Oktober 2010 befanden sich 329.500 Personen in einer Arbeitsgelegenheit nach § 16d SGB II auch Ein-Euro-Jobs genannt. (März 2010: 288.700 / April 2010: 294.800 / Mai 2010: 305.200 / Juni 2010: 315.100 / Juli 2010: 317.600 / August 2010: 319.000 / September 2010: 324.000) (Seite 32 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Juni wurden 48% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 18 aktueller Monatsbericht)

Im September gingen neue Anzeigen für 31.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000 / August 2010: 29.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im August 2010 an 173.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai 209 mit 1.443.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 8/9 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Oktober 2010 - Seite 51


Quelle: Stuttmann.de

Samstag, 02.10.2010

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 30. September 2010:

Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs und die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich nach den aktuellen Daten weiter verbessert. Die Arbeitslosigkeit ist im September auf 3.031.000 gesunken. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen saisonbereinigt weiter. Auch die Nachfrage nach Mitarbeitern ist weiterhin auf hohem Niveau. „Die gute konjunkturelle Entwicklung wirkt sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosigkeit sinkt, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Erwerbstätigkeit steigen, die Nachfrage nach Arbeitskräften durch die Unternehmen ist hoch.", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im September: -157.000 auf 3.031.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -315.000

Arbeitslosenquote im September: -0,4 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im Juli saisonbereinigt um 21.000 zugenommen (vorläufige Daten). Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit von Juli auf August um 114.000 auf 40,47 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat sie um 193.000 zugenommen (Quelle: Stat. Bundesamt). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juli nach der Hochrechnung der BA bei 27,67 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das eine Zunahme um 353.000. Mittlerweile legt auch die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung wieder zu, und zwar um 173.000 gegenüber dem Juli 2009. Die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung überschritt den Wert des Vorjahresmonats um 178.000. Die anderen Konten der Erwerbstätigkeit haben sich uneinheitlich entwickelt.


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 865.663
(Juni 2010: 914.843 / Juli 2010: 945.692 / August 2010: 933.400)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.832.440
(Juni 2010: 4.998.061 / Juli 2010: 4.962.218 / August 2010: 4.892.162)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.799.582
(Juni 2010: 1.842.895 / Juli 2010: 1.831.613 / August 2010: 1.812.932)
Nichtleistungsempfänger: 375.000
(Seite 18 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + Nichtleistungsempfänger: 5.698.103 + 375.000
(Juni 2010: 5.912.904 + 395.000 / Juli 2010: 5.907.910 + 385.000 / August: 5.825.562 + 411.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.497.685 + 288.000 Kurzarbeiter + 375.000 Nichtleistungsempfänger
(Juni 2010: 7.755.799 + 830.000 Kurzarbeiter + 395.000 Nichtleistungsempfänger / Juli 2010: 7.739.523 + 830.000 Kurzarbeiter + 385.000 Nichtleistungsempfänger / August 2010: 7.638.494 + 406.000 Kurzarbeiter + 411.000 Nichtleistungsempfänger)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.

In der gleitenden Jahressumme von Oktober 2009 bis September 2010 – die saisonale und zufällige Schwankungen ausgleicht – meldeten sich 9,23 Mio Menschen arbeitslos, und 9,48 Mio Arbeitslose meldeten sich wieder ab. (Seite 14 Monatsbericht September 2010)

Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB II. Quartal 2010: 805.000
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Bestand alle Stellen bei der BA bis Juni 2010: 536.000
(März 2010: 503.000 / April 2010: 517.000 / Mai 2010: 523.000 / Juni: 2010: 334.000)
(Seite 11 Monatsbericht)
Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA ab Juli 2010: 398.000
(Juli 2010: 391.000 / August 2010: 396.000)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose , von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (375.000 / Seite 18 Monatsbericht)

3.031.000 registrierte Arbeitslose und 1.43 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 375.000 Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im großen Zahlenwerk der BA 4 Millionen 836.000 Arbeitslose.
Schaut man sich Seite 19 etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für Mai 2010: 3.013.000 Personen oder 51 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch)


Von 1.229.000 abhängig beschäftigten Hilfebedürftigen waren 326.000 in Vollzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 221.000 Personen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf Teilzeitbasis nach und 682.000 waren ausschließlich geringfügig beschäftigt. (Seite 22 Monatsbericht)

Welt vom 28.04.2009 - Krise kostet pro Monat 50.000 Jobs in Deutschland: In der Wirtschaftskrise gehen jeden Monat in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze verloren. Täglich entspricht das etwa 1600 Arbeitsplätzen. Dies hat die Bundesregierung anlässlich ihres Frühjahrsgutachtens 2009 errechnet, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte.

Im Monat September belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.131.000 Personen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 309.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000 / August 2010: 4.257.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat September befanden sich 1,43 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember / 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli / 1,38 Millionen im August) eine Zunahme von 50.000. (Seite 6 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im September 2010 befanden sich 324.000 Personen in einer Arbeitsgelegenheit nach § 16d SGB II auch Ein-Euro-Jobs genannt. (März 2010: 288.700 / April 2010: 294.800 / Mai 2010: 305.200 / Juni 2010: 315.100 / Juli 2010: 317.600 / August 2010: 319.000) (Seite 30 aktueller Monatsbericht)

Im Monat Mai wurden 49% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 18 aktueller Monatsbericht)

Im August gingen neue Anzeigen für 29.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000 / Juli2010: 27.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Juli 2010 an 288.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai mit 1.516.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 9/10 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im September 2010 - Seite 49


Quelle: Stuttmann.de

Samstag, 04.09.2010

Wochen Presseschau

Bundesagentur für Arbeit vom 31. August 2010:

Die deutliche Erholung der deutschen Wirtschaft wirkt sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosigkeit ist im August auf 3.188.000 gesunken. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen saisonbereinigt weiter. Auch die Nachfrage nach Mitarbeitern hat erneut zugenommen. „Die gute konjunkturelle Entwicklung hat die Situation am Arbeitsmarkt weiter verbessert. Die wesentlichen Indikatoren entwickeln sich in die richtige Richtung“, sagte Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit (BA), heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosenzahl im August: -4.000 auf 3.188.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -283.000

Arbeitslosenquote im August: unverändert 7,6 Prozent

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni nach der Hochrechnung der BA bei 27,66 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das eine Zunahme um 284.000. Ohne den anhaltenden Zuwachs der Teilzeitbeschäftigung (ggü. Vorjahr +174.000) wäre die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht so deutlich gestiegen. Aber auch die Vollzeitbeschäftigung legt mittlerweile wieder zu (ggü. Vorjahr +109.000).


Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 933.400
(Mai 2010: 987.744 / Juni 2010: 914.843 / Juli 2010: 945.692)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II (erwerbsfähig): 4.892.162
(Mai 2010: 5.038.185 / Juni 2010: 4.998.061 / Juli 2010: 4.962.218)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.812.932
(Mai 2010: 1.856.218 / Juni 2010: 1.842.895 / Juli 2010: 1.831.613)
Nichtleistungsempfänger: 411.000
(Seite 19 Monatsbericht)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II + Nichtleistungsempfänger: 5.825.562 + 411.000
(Mai 2010: 6.025.929 + 404.000 / Juni 2010: 5.912.904 + 395.000 / Juli 2010: 5.907.910 + 385.000)
Gesamtanzahl Leistungs-/Nichtleistungsempfänger: 7.638.494 + 406.000 Kurzarbeiter + 411.000 Nichtleistungsempfänger
(Mai 2010: 7.882.147 + 830.000 Kurzarbeiter + 395.000 Nichtleistungsempfänger / Juni 2010: 7.755.799 + 830.000 Kurzarbeiter + 395.000 Nichtleistungsempfänger / Juli 2010: 7.739.523 + 830.000 Kurzarbeiter + 385.000 Nichtleistungsempfänger)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 10,0 Millionen (ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)

Statistisches Bundesamt vom 29.06.2010: 8,6 Millionen Menschen mit unerfülltem Wunsch nach (mehr)Arbeit
Im Jahr 2009 wünschten sich 8,6 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung mit. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 4,2 Millionen Unterbeschäftigten, 3,2 Millionen Erwerbslosen und 1,2 Millionen Personen in Stiller Reserve.


Gesamtdeutsches ungefördertes Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt lt. IAB II. Quartal 2010: 805.000
(IV. Quartal 2008: 917.000 / I. Quartal 2009: 684.000 / II. Quartal 2009: 708.000 / III: Quartal 2009: 647.000 / IV. Quartal 2009: 764.000 / I. Quartal 2010: 659.000)

IAQ März 2009: Der Anteil der Vollzeiterwerbstätigen sank von 2001 bis 2006 sowohl in Ost wie in West kontinuierlich. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren.

Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Produktion von Parias - Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

Bestand alle Stellen bei der BA bis Juni 2010: 536.000
(März 2010: 503.000 / April 2010: 517.000 / Mai 2010: 523.000 / Juni: 2010: 334.000)
(Seite 11 Monatsbericht)
Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA ab Juli 2010: 396.000
(Juli 2010: 391.000)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise. Bereits 2007 gab es nach offiziellen Angaben der Bundesregierung 7 Millionen 34.000 Arbeitslose , von denen knapp 50% statistisch und in der Folge auch medial einfach ignoriert wurden. Unberücksichtigt bleiben auch aktuell die 12%-ige Gruppe der Nichtleistungsempfänger. (411.000 / Seite 19 Monatsbericht)

3.188.000 registrierte Arbeitslose und 1.38 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 411.000 Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im großen Zahlenwerk der BA 4 Millionen 979.000 Arbeitslose.
Schaut man sich Seite 19 etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat für April 2010: 3.008.000 Personen oder 50 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch)


Welt vom 28.04.2009 - Krise kostet pro Monat 50.000 Jobs in Deutschland: In der Wirtschaftskrise gehen jeden Monat in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze verloren. Täglich entspricht das etwa 1600 Arbeitsplätzen. Dies hat die Bundesregierung anlässlich ihres Frühjahrsgutachtens 2009 errechnet, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte.

Im Monat August belief sich laut Bundesagentur die Unterbeschäftigung auf 4.257.000 Personen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 309.000 Personen abgenommen hat. (März 2010: 4.731.000 / April 2010:4.585.000 / Mai 2010: 4.424.000 / Juni 2010: 4.308.000 / Juli 2010: 4.303.000) In der Unterbeschäftigung sind die Personen enthalten, welche an „entlastenden“ Maßnahmen teilnehmen oder krank geschrieben sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. (Seite 16 aktueller Monatsbericht)

Im Monat August befanden sich 1,38 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,55 Millionen im Februar 2009 / 1,58 Millionen im März / 1,59 im April / 1,63 Millionen im Mai / 1,62 Millionen im Juni / 1,58 Millionen im Juli / 1,49 Millionen im August / 1,52 Millionen im September / 1,63 Millionen im Oktober / 1,66 Millionen im November / 1,67 Millionen im Dezember / 1,54 Millionen im Januar 2010 / 1,58 Millionen im Februar 2010 / 1,57 Millionen im März 2010 / 1,58 Millionen im April 2010/ 1,60 Millionen im Mai 2010 / 1,58 im Juni 2010 / 1,49 Millionen im Juli) eine Abnahme von 110.000. (Seite 6 aktueller Monatsbericht)

Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen. (S. 13 Monatsbericht Juli 2010)

Im August 2010 befanden sich 319.000 Personen in einer Arbeitsgelegenheit nach § 16d SGB II auch Ein-Euro-Jobs genannt. (März 2010: 288.700 / April 2010: 294.800 / Mai 2010: 305.200 / Juni 2010: 315.100 / Juli 2010: 317.600) (Seite 33 aktueller Monatsbericht)

Im Monat April wurden 50% aller Arbeitslosen als arbeitslos registriert und 12% aller Arbeitslosen haben keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. (Seite 19 aktueller Monatsbericht)

Im Juli gingen neue Anzeigen für 27.000 Kurzarbeiter ein. (Januar 2009: 346.000 / Februar 2009: 721.000 / März 2009: 679.000 / April 2009: 452.000 / Mai 2009: 292.000 / Juni 2009: 210.000 / Juli 2009: 170.000 / August 2009: 105.000 / September 2009: 117.000 / Oktober 2009: 102.000 / November 2009: 152.000 / Dezember2009: 224.000 / Januar 2010: 126.000 / Februar 2010: 96.000 / März 2010: 67.000 April 2010: 55.000 / Mai 2010: 37.000 / Juni 2010: 32.000) Zahlen zur tatsächlichen Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen jeweils 2 Monate nach Quartalsende vor. Nach jüngsten Angaben wurden im Juni 2010 an 406.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme hatte im Mai mit 1.516.000 konjunkturellen Kurzarbeitern ihren Höhepunkt erreicht. (Seite 10 aktueller Monatsbericht)

Die kontinuierlich sinkende bzw. stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist u.a. durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im August 2010 - Seite 51


Quelle: Stuttmann.de